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Ev. Kranken­haus Mülheim/Ruhr

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Wertgasse 30
45468 Mülheim an der Ruhr

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Mülheimer Backsteintheater

Die Kulturarbeit am Ev. Krankenhaus hat Pionierarbeit geleistet, und ist bis heute für viele Einrichtungen Vorbild. Für das bereits 1990 gestartete und von der Stiftung Evangelisches Kranken- und Versorgungshaus unterstützte Projekt wurde dem Ev. Krankenhaus von der UNSESCO die Auszeichnung „Deutsches Modellprojekt für vorbildliche Kulturarbeit im Krankenhaus“ verliehen.

Das Mülheimer Backstein Theater ist ein Amateurtheater mit über 80 Mitwirkenden auf, vor und hinter der Bühne. Sollten Sie auch aktiv mitwirken wollen und Fragen haben, finden Sie hier Ihre Ansprechpartner. 

Zu den Ansprechpartnern

Aufführungsorte und Gastspiele

Mit dem Großen Kasino, das Platz für bis zu 180 Besucherinnen und Besucher bietet, hat das Backsteintheater einen Aufführungsort mitten im Krankenhaus. Aber auch in Alteneinrichtungen, im Otto Pankok Gymnasium oder der Mülheimer Freilichtbühne konnte und kann man das Theater besuchen.

Falls Sie Interesse an einer Aufführung für Ihre Einrichtung haben, nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Beispiele bisheriger Gastspiele

  • Mülheim an der Ruhr - Stadthalle
  • Soest - Ev. Krankenhaus
  • Mülheim an der Ruhr - Sparkasse
  • Tutzing - Ev. Akademie
  • Mülheim an der Ruhr - Kath. Akademie Wolfsburg (für St. Vinzenz-Hospital, Dinslaken)
  • Mülheim an der Ruhr - Otto Pankok Gymnasium
  • Mülheim an der Ruhr - Hotel Handelshof
  • Mülheim an der Ruhr - Ringlokschuppen
  • Oberhausen - Schloss Oberhausen

Vorhang auf

Das jeweilige Bühnenbild entsteht durch die Mitarbeit der Maler- und Schreinerwerkstatt des Krankenhauses und der Unterstützung Mülheimer Handwerksbetriebe. Für das Curt-Goetz-Stück "Ingeborg" wurde z.B. eine weitläufige Parklandschaft auf einen sechs mal drei Meter großen Stoffvorhang gemalt, hinter eine aufwendig gestaltete Fensterfront gehängt und professionell ausgeleuchtet. In der Komödie "Der nackte Wahnsinn" von Michael Frayn konnten die Akteure durch sechs verschiedene Türen auf- und abtreten. Für andere Inszenierungen wurden drehbare Kulissen geschaffen, die von beiden Seiten bespielt werden konnten. Und in wieder anderen Stücken reichten den Schauspielerinnen und Schauspielern ein paar Kisten, um die Fantasie des Publikums zu fordern und dennoch ganze Welten entstehen zu lassen.

Kleider machen Leute

Der Fundus des Theaters umfasst inzwischen mehr als 400 Kostüme (vom Smoking bis zur Königsrobe, vom Degen bis zur altjüngferlichen Handtasche), mindestens 150 Paar Schuhe, ebenso viele Hüte und Requisiten vom Kronleuchter bis zum Pfauenthron, von der Spitzentischdecke bis zum Kerzenhalter. Teile der Kostüme stammen von der Deutschen Oper am Rhein, mit der auch eine Kooperation besteht.

Hinter der Bühne geht es manchmal auch hektisch zu. Schauspieler wechseln vom einen Akt zum andern ihr "Outfit", manchmal sogar die Rolle, andere stehen schon mit den Kostümen bereit, damit alles wie am Schnürchen klappt. Im Musical spielte ein Schauspieler vier Rollen, jeweils mit neuer Garderobe und Maske. Nadel und Faden samt Sicherheitsnadeln stehen immer bereit. Krawatten und Fliegen werden umgebunden, der Mikrosender versteckt, das kleine Knopf-Mikrophon nahezu unsichtbar angebracht.

Auch auf Details wird geachtet: im Stück aus dem 19. Jahrhundert hat die moderne Armbanduhr nichts zu suchen, die alte Jungfer (die im wirklichen Leben glücklich verheiratet ist) legt den verräterischen Ehering vor dem Gang auf die Bühne ab.

Maske

Aus einem 17jährigen einen Greis machen? Kein Problem. Unsere Maskenbildnerinnen beherrschen ihr Geschäft. Mit professioneller Theater- und Fernsehschminke entsteht die bühnentaugliche Verfremdung der Schauspielerinnen und Schauspieler. Für alle gibt es einen Schminkplan, damit auch stets das gleiche Gesicht wieder entsteht.

In der Maske schlüpfen die Spieler auch langsam in ihre Rollen, memorieren ihre Texte, ein Stück Traubenzucker beruhigt den aufgeregten Magen, eine Nackenmassage entspannt, ein Hustenbonbon "ölt" die Stimme", und ab geht's auf die Bühne.

"Eins-zwei-Test - Test"

Das Kasino im Ev. Krankenhaus ist ein multifunktionaler Raum, der Teppichboden "schluckt" den Schall. Mikrofone unterstützen die natürliche Stimme bei vielen Produktionen. Ganz hinten im Kasino sitzt unauffällig die "Technik", eine Crew mit der Hand am Mischpult. Jeder Schauspieler wird vor der Aufführung neu "eingepegelt". Die Musikeinspielungen liegen digital bereit. Hier wird das Licht eingesetzt, Spots aufgeblendet, so entstehen auf der Bühne "Tag" und "Nacht", "Wohnzimmeratmosphäre" oder "Waldstimmung".

Seit 2007 besteht eine Kooperation zwischen dem Backsteintheater und dem Berufskolleg Stadtmitte in Mülheim an der Ruhr. Auszubildende der Fachrichtung Veranstaltungstechnik absolvieren seitdem ihr Praktikum am Backsteintheater und sammeln schon so schon in dieser Ausbildungsphase praktische Erfahrungen.

Pausengeflüster

Bei jeder Theateraufführung im Krankenhaus wird in der Pause ins Kleine Kasino gebeten, hier können sich die Besucher mit Getränken und einem Imbiss versorgen.

Das Backstein Theater braucht Ihre Unterstützung

Wenn Ihnen unsere Aufführungen Freude bereiten und Sie die Arbeit der Großen Bühne des Backstein Theaters & Kultur unterstützen möchten, können Sie dies bei den Vorstellungen oder Sie nutzen das aktuelle Spenden-Konto. Eine Kontoverbindung des zukünftigen Trägervereins wird nach Eintragung veröffentlicht.

IBAN   DE93 3625 0000 0175 0699 41
Sparkasse Mülheim an der Ruhr

Bitte tragen Sie bei Ihrer Überweisung das Stichwort “Spende Große Bühne” ein. Wenn Sie Ihre Anschrift angeben, erhalten Sie gern eine Spendenquittung.