Überregionales Lungenkrebszentrum
Die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Lungenkrebs ist hochkomplex. In unserem überregionalen Lungenkrebszentrum wird die Versorgung durch eine frühzeitige und zuverlässige Diagnostik, eine individuelle Therapie nach aktuellstem Stand der Wissenschaft und eine qualifizierte Nachsorge garantiert.
Als Teil des überregionalen Lungenkrebszentrums an den Standorten Evangelisches Krankenhaus Mülheim (EKM), Krankenhaus Bethanien Moers und Alfried Krupp Krankenhaus Essen-Steele betreuen wir hier im EKM Patientinnen und Patienten mit Lungenkarzinom aus Mülheim und Umgebung – in einem sicheren Netzwerk, nach aktuellstem Wissensstand und wohnortnah.
Im überregionalen Lungenkrebszentrum arbeiten die Fachleute der Medizinischen Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin zusammen mit den Expertinnen und Experten der Pneumologischen Klinik sowie der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie und der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Das interdisziplinäre Team steht im ständigen Austausch mit den Medizinerinnen und Medizinern aus Moers und Essen und kann so die umfassende Versorgung der Patientinnen und Patienten aus Mülheim und Umgebung anbieten.
Kontakt
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Zentrumsleitung Chefarzt Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin
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Priv.-Doz. Dr. med. Jan Schröder -
Zentrumskoordinatorin Oberärztin Klinik für Hämatologie, Onkologie&Palliativmed.
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Dr. med. Katharina Laue -
Chefarzt der Pneumologischen Klinik
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Dr. med. Ulrich Wilke
Sekretariat
Zertifizierungen sind ein guter Wegweiser für Patientinnen und Patienten, um sich für das richtige Krankenhaus zu entscheiden. Gerade bei der hochkomplexen Therapie von Lungenkrebserkrankungen kann dieser Wegweiser lebensentscheidend sein.
Unsere Leistungen
Zum überregionalen Lungenkrebszentrum gehört neben den Kliniken des Ev. Krankenhauses Mülheim und den beiden Standorten Essen und Moers auch das MVZ für Hämatologie und Onkologie, ebenfalls unter der Leitung von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Jan Schröder. Hier erfolgt nach dem stationären Aufenthalt die ambulante Weiterversorgung sowie die Nachsorge.
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Onkologie
Nach einem ausführlichen Anamnesegespräch planen und koordinieren unsere Expertinnen und Experten der Onkologie die notwendige Diagnostik - individuell und nach neuesten medizinischen Erkenntnissen. Dabei können sie auf verschiedene diagnostische Verfahren zurückgreifen:- Radiologische Diagnostik
Anhand unterschiedlicher bildgebender Techniken (CT, MRT etc.) mithilfe moderner Geräte können unsere erfahrenen Radiologinnen und Radiologen den Tumor genau erkennen und analysieren. - Pneumologische Diagnostik
Neben Lungenfunktionsprüfungen und endobronchialem Ultraschall (EBUS) führen unsere Ärztinnen und Ärzte der Pneumologischen Klinik auch transbronchiale Biopsien und Untersuchungen mit speziellen Mini-Sonden durch, um Tumorgewebe zu gewinnen, das anschließend analysiert werden kann.
- Radiologische Diagnostik
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In unserem Lungenkrebszentrum werden durch molekular-pathologische Untersuchungen patienten-individuelle Konzepte erstellt. Das bedeutet, die Therapie richtet sich immer nach der Art des Tumors und dem gesundheitlichen Gesamtzustand der Patientin oder des Patienten. In unserer interdisziplinären Tumorkonferenz werden alle Fälle einzeln von den Expertinnen und Experten der verschiedenen Fachrichtungen diskutiert, um anschließend die optimale Behandlung festzulegen. Diese stützt sich auf vier Säulen:
- Chirurgische Therapie
In frühen Stadien ist eine primäre Operation eines Lungentumors vorgesehen. Dies erfolgt in unserem Lungenzentrum in Zusammenarbeit mit den chirurgischen Spezialistinnen und Spezialisten am Standort in Moers. - Systemische Therapie
Zu den systemischen Behandlungen gehören u. a. die Chemotherapie, die Immuntherapie oder eine zielgerichtete Therapie in abhängigkeit des molekular-pathologischen Befunds. Diese können sowohl vor oder nach einer Operation erfolgen als auch alleinstehend durchgeführt werden. So kann vor einer Operation der Tumor zunächst durch diese Form der Therapie verkleinert werden, um besser operabel zu sein. Nach einer OP hilft die Behandlung, mögliche Metastasen oder übriggebliebenes Tumorgewebe zu zerstören. In manchen Fällen kann die systemische Therapie auch alleine ausreichen, um den Lungenkrebs zu behandeln.
Außerdem kann die systemische Therapie palliativ eingesetzt werden, um Symptome wie Tumorschmerzen oder Atemnot zu lindern. - Strahlentherapie
Die Strahlentherapie wird häufig in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt, um den Tumor zu bekämpfen. Sie kann in einigen Fällen als punktgenaue stereotaktische Therapie gezielt den Tumor alleine zerstören, ohne dass eine systemische Therapie oder Operation notwendig ist.
Ebenso wie die systemische Therapie kann eine Bestrahlung palliativ Beschwerden verringern, um die Lebensqualität am Lebensende zu verbessern. - Radiologische Ablation
Die interventionelle Radiologie kann mit einer sogenannten Ablation einzelne Metastasen ohne operativen Eingriff veröden. Hier kommen insbesondere Metastasen der Nebenniere, der Lunge und ggf. auch der Leber in Betracht.
Unsere Therapien richten sich nach den Leitlinien der DGHO und des Nationalen Netzwerk Genomische Medizin (nNGM).
Psycho-onkologische Betreuung
Eine Krebserkrankung ist neben der körperlichen auch immer eine psychische Belastung. Im Rahmen der ganzheitlichen Betreuung in unserem Lungenkrebszentrum bieten wir allen Patientinnen und Patienten auch eine psycho-onkologische Betreuung an, noch bevor die körperliche Therapie beginnt. - Chirurgische Therapie
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Auch bei Lungenkrebs kann es passieren, dass die Erkrankung erneut auftritt. Um ein mögliches Rezidiv frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, setzen wir auf eine langfristige und umfassende Nachsorge. Durch unsere sektorenübergreifende Versorgung im Ev. Krankenhaus Mülheim und im MVZ für Hämatologie und Onkologie können wir Ihnen bis zu fünf Jahre nach Ihrer Ersterkrankung eine regelmäßige Überwachung anbieten - zu Ihrer Sicherheit.
Individuelle Beratung & Begleitung
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Eine onkologische Erkrankung kann neben der körperlichen Belastung auch für die Seele und das soziale Umfeld eine große Herausforderung sein. Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt hat Sie bereits ausführlich über die Art Ihrer Erkrankung und die bevorstehende Therapie informiert. Vermutlich haben Sie und Ihre Angehörigen jedoch weitere Fragen und Unsicherheiten – vielleicht auch Sorgen und Ängste. Wir, das Team der Onkologischen Pflegeberatung, sind in dieser Zeit für Sie da und stehen Ihnen und Ihren Angehörigen zur Seite – mit individueller Unterstützung, Informationen und einem offenen Ohr.
Zur Onkologischen Pflegeberatung
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Mit einer Krebserkrankung gehen nicht allein körperliche Beschwerden einher. Häufig berichten Betroffene und deren Angehörige auch von Ängsten, Traurigkeit oder belasteten familiären Beziehungen. Daher bieten wir Ihnen während Ihrer stationären Behandlung psychoonkologische Beratung an. In diesem Rahmen können wir Sie darin unterstützen, Ihren Lebensmut zurückzugewinnen, wieder Freude zu erleben und ein zufriedenes Miteinander zu bewahren. Sollten Sie sich über Ihren stationären Aufenthalt hinaus Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung wünschen, stellen wir Kontakt zu Selbsthilfegruppen, Krebsberatungsstellen oder niedergelassenen Psychotherapeuten her. Wir kommen gern auf Sie zu oder freuen uns über Anfragen Ihrerseits.
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Vielleicht suchen Sie gerade jetzt in Ihrer Situation jemanden für ein offenes Gespräch? Für persönliche Fragen, anstehende Entscheidungen, über Sorgen und Ängste, Zweifel oder Hoffnungen? Ist Ihre Erkrankung für Sie Anlass, sich mit den Grundfragen des Lebens zu beschäftigen? „Wie habe ich gelebt – bis jetzt? Will ich das so? Was ist der Sinn? Was trägt mich? Wie geht es weiter?“
Wir Seelsorgende sind gerne für Sie da. Wir nehmen uns Zeit. Wir begleiten Sie und suchen mit Ihnen nach möglichen Antworten und Wegen. Wir teilen Hoffnung und Freude. Wir gestalten Abschied und unterstützen in der Trauer um verlorene Lebensmöglichkeiten.
Jeden Samstag laden wir ein in die schöne Krankenhauskapelle zu einem Abendgottesdienst – oft mit besonderer Musik oder mit verschiedenen Chören. Zu Oasen der Ruhe, zum Innehalten, zum Singen und Beten oder einfach zum eigenen Nachdenken.
Melden Sie sich bitte. Wir kommen gerne zu Ihnen.
Zur Seelsorge
Zertifizierte Qualität
Das Lungenkrebszentrum am Lungen- und Thoraxzentrum Nordrhein - Krankenhaus Bethanien Moers, Alfried-Krupp-Krankenhaus Essen-Steele und Ev. Krankenhaus Mülheim wurde als Lungenkrebszentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. zertifiziert.
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Weitere Standorte
Zum Lungenkrebszentrum am Lungen- und Thoraxzentrum Nordrhein gehören neben dem Ev. Krankenhaus Mülheim noch zwei weitere Standorte:
Kooperationspartner
MVZ für Hämatologie und Onkologie Mülheim
Priv.-Doz. Dr. med. Jan Schröder
Schulstr. 13
45468 Mülheim an der Ruhr
Tel. 0208 76981
Zentrum für Nuklearmedizin
Henricistr. 40
45436 Essen
Tel. 0201 53699070
zur Webseite
Beratung & Selbsthilfe
Der Paritätische
Selbsthilfe-Büro Mülheim an der Ruhr
Lena Schütter
Tourainer Ring 4
45468 Mülheim an der Ruhr
Tel. 0208 3004814
Bundesverband Selbsthilfe Lungenkrebs e.V.
Tel. 0160 90671779
E-Mail: info@bundesverband-selbsthilfe-lungenkrebs.de
zur Webseite
Raucherberatung
Dr. Dirk Thiemann
Kettwiger Str. 62
45468 Mülheim an der Ruhr
Tel. 0208 4396500
Selbsthilfegruppe
Patientenliga Atemwegserkrankungen
Petra Arndt
Rheinberger Str. 213
47445 Moers
Tel. 02841 41484
zur Webseite
Studien
Ohne Forschung keine neuen Erkenntnisse. Wir bieten auch Studien im Bereich Lungenkrebs an. Wenn Sie Interesse haben, an einer Studie teilzunehmen, sprechen Sie uns gerne an: 0208 309-2829.