Kontakt

Klinik für Geriatrie und Neurogeriatrie

Chefarztsekretärin
Sabine Höpper

Tel. 0208 309-2604
Fax: 0208 309-3124

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Alterstraumatologisches Zentrum

Stürze kommen in jedem Lebensalter vor, vor allem bei älteren Menschen führen Sie jedoch häufig zu ernsthaften Verletzungen.

Im fortgeschrittenen Lebensalter ist es noch wichtiger als bei jüngeren Patientinnen und Patienten, nicht nur den entstandenen Knochenbruch zu behandeln, sondern die gesamte Situation des Menschen zu betrachten. Wir müssen herausfinden, warum die Person gestürzt ist. Wie können wir Eigenständigkeit und Mobilität wieder herstellen? Kann anschließend das  gewohnte Leben fortgeführt werden oder muss das Umfeld angepasst werden? Das sind Fragen, die für die Lebensqualität und Gesundheit der Patientinnen und Patienten große Bedeutung haben – und für deren Beantwortung  nicht nur ein einzelner Bereich der Medizin zuständig ist.

Daher haben sich die Spezialistinnen und Spezialisten der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und der Klinik für Geriatrie und Neurogeriatrie zu einem Alterstraumatologischen Zentrum zusammengeschlossen. Hier behandeln wir ältere Menschen, die sich bei einem Sturz verletzt haben. Durch besonders schonende Operationsverfahren, anschließende aktivierende Physiotherapie und eine spezielle Pflege, die auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingeht,  helfen wir unseren Patientinnen und Patienten dabei, wieder sicher auf die Beine zu kommen.

Herzlichst

Prof. Dr. med. Johannes Schneppendahl

Dr. med. Anneke Schoppe

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Informationen

  • Besondere Anforderungen

    Bei Patienten ab 75 Jahren nehmen Gangstörungen, daraus resultierende Stürze und damit auch sturzbedingte Verletzungen zu. Allerdings kommt es oftmals nicht zu einer Abklärung der zugrundeliegenden Gangstörung. Somit besteht nach der erfolgreichen Behandlung des akuten Knochenbruchs weiterhin ein erhöhtes Sturz- und Knochenbruchrisiko.

    Vielen älteren Patientinnen und Patienten fällt es nach der Operation zudem schwer, ihre Gangsicherheit wiederzuerlangen. Das Selbstvertrauen ist oftmals durch den Sturz reduziert, das Liegen im Bett sorgt für einen verstärkten Muskelabbau und lässt die Kraft und Ausdauer schwinden. Vorbestehende chronische körperliche und seelische Krankheiten beeinträchtigen die Patientin oder den Patienten und den Heilungsverlauf zusätzlich. Außerdem kann es mit zunehmendem Alter vermehrt zu vorübergehenden Orientierungs-, Gedächtnis- und Verhaltensstörungen (Delir) kommen.

  • Ganzheitlicher Ansatz

    Genau hier setzt das interdisziplinäre Team des Alterstraumatologischen Zentrums an. Bei älteren Patientinnen und Patienten erfolgt bereits bei der Aufnahme ein strukturiertes Assessment, bei dem der Mensch im Ganzen betrachtet wird. Anhand von validierten Fragebögen wird der Grad der Mobilität und der Selbsthilfefähigkeit erfasst, Aussagen zu Kognition, Emotion sowie zum sozialen Umfeld der Patientin oder des Patienten werden erhoben.

    Bei Auffälligkeiten wird sichergestellt, dass diese Patientin oder dieser Patient in der Folge von Ärztinnen und Ärzten beider Fachrichtungen gemeinsam behandelt wird. Wenn notwendig, führen die Geriaterinnen und Geriater weitere umfassende Assessments (siehe auch Geriatrisches Assessment) durch, um die Patientin oder den Patienten mit all den etwaigen Problemen und Defiziten möglichst vollständig zu begreifen.

    Geriatrisches Assessment >>

  • Frühzeitige Rehabilitation

    Je früher die rehabilitative Behandlung beginnt, desto größer sind die Chancen für die älteren Patientinnen und Patienten, wieder so mobil zu werden wie vor dem Unfall oder Sturz. Ab dem dritten Tag nach der Operation beginnt in der Regel die frührehabilitative geriatrische Komplexbehandlung (GKB) mit Physiotherapie und Ergotherapie - natürlich schonend und auf die Kräfte der jeweiligen Patientin oder des jeweiligen Patienten zugeschnitten.

    Parallel dazu finden die weiteren unfallchirurgischen und die geriatrischen Behandlungen, wie eine Schmerzeinstellung, Delirbehandlung, usw., statt. So wird die Zeit optimal genutzt, um die Patientinnen und Patienten nach einem Knochenbruch wieder zu mobilisieren und ihre Selbsthilfefähigkeit wiederherzustellen.

    Weiterhin können durch die frühe gemeinsame Versorgung der Patientin oder des Patienten manche Komplikationen, wie Infekte, Verwirrtheitszustände, Überwässerungen oder Dehydratationen, vermieden werden. Begleitend können schon Vorkehrungen für Zuhause getroffen und eingeleitet werden. Bei der Entscheidungsfindung und Problemlösung erhalten Sie von uns Unterstützung.

  • Über das interdisziplinäre Team

    Zum Team des Alterstraumatologischen Zentrums gehören neben den Ärztinnen und Ärzten der beiden Fachabteilungen Geriatrie und Unfallchirurgie auch speziell geriatrisch geschulte Pflegekräfte, Expertinnen und Experten aus den Bereichen Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Psychologie und die Mitarbeitenden der Pflege- und Sozialberatung.

    Gemeinsam bieten wir unseren Patientinnen und Patienten mit ihren besonderen und ganzheitlichen Anforderungen eine enge und vertrauensvolle Behandlung. Ziel ist es, ihnen eine sichere Rückkehr in die gewohnte häusliche Umgebung zu ermöglichen.

  • Auch nach dem Krankenhaus weiterhin gut betreut

    Sollten nach dem Abschluss der stationären Behandlung im Krankenhaus noch weitere Defizite bestehen, kann nach Absprache mit den Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen und mit Unterstützung unserer Pflege- und Sozialberatung eine weitere Behandlung abgestimmt werden.

    Als geriatrischer Vollversorger bieten wir verschiedene Möglichkeiten:

    • stationäre oder auch teilstationäre Anschlussheilbehandlung
    • weitere teilstationäre Behandlung in unserer geriatrischen Tagesklinik
    • ambulante physiotherapeutische und/oder ergotherapeutische Behandlung

Qualität schafft Vertrauen

Focus Siegel Top Regionales Krankenhaus 2022
Aktionsbündnis Patientensicherheit