Herzlich handeln. Leben retten.
Wiederbelebung, das ist für die Meisten von uns eine mehr oder weniger schemenhafte Erinnerung an einen Samstagvormittag in einem mehr oder weniger stickigen Seminarraum; wenn es gut lief mit einer Puppe, die man irgendwie bearbeiten musste, wenn es schlecht lief mit ein paar Witzen über Mund-zu-Mund-Beatmung und am Ende gab es einen Stempel, der zur Führerscheinprüfung berechtigte.
Und wie lange ist das her? Vermutlich lange genug, dass es mal wieder Zeit wird, zu handeln.
Herzlich handeln,
das ist es, was es braucht. Das ist es, wozu Ihre Nachbarin, Ihr Angehöriger, der Passant oder die Arbeitskollegin Sie braucht. Wenn der Kreislauf stillsteht, dann müssen wir der Kreislauf sein. Prüfen, rufen, drücken - Es ist so einfach, das Richtige zu tun.
Leben retten.
Wir dürfen nicht so naiv sein zu glauben, dass schemenhafte Erinnerung dafür genügt. Deswegen ermuntern wir Sie nicht nur, mutig zu sein, damit wir gemeinsam – Medizin, Pflege, Feuerwehr und jedermann – in Mülheim viele Menschenleben retten können. Wir zeigen Ihnen in wenigen Minuten, was es braucht, um Leben zu retten. Und wir bieten Ihnen an, es so oft Sie wollen zu üben.
Besuchen Sie also unsere Trainingsangebote. Erzählen Sie es weiter. Und berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen. Damit Wiederbelebung so selbstverständlich wird wie Lesen und Schreiben.
Das hoffen mit Ihnen
Hamza Ademi und Dr. med. Iskandar Djajadisastra
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Hamza Ademi -
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Dr. med. Iskandar Djajadisastra
Die nächsten Termine
So geht's
Häufige Fragen
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Bei einer Herzdruckmassage drücken Sie fest auf den Brustkorb (in der Mitte zwischen den Brustwarzen). Damit setzen Sie die lebenswichtige Blutzirkulation in Gang. Denn steht das Herz still, findet auch kein Blutkreislauf statt. Zur Aktivierung müssen Sie das Brustbein 5 bis 6 Zentimeter nach unten drücken, etwa zweimal pro Sekunde (100 – 120 pro Minute).
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Wenn Sie sehen, dass eine Person regungslos zusammenbricht, sind drei Schritte wichtig:
- Prüfen: Ist die Person bewusstlos, atmet sie nicht oder nicht normal?
- Rufen: Rufen Sie 112 an oder veranlassen Sie eine andere Person zum Notruf.
- Drücken: Beginnen Sie mit der Herzdruckmassage: fest und schnell in der Mitte der Brust. Hören Sie nicht auf, bis Hilfe eintrifft.
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Auch wenn eine Person nicht mehr atmet, befindet sich dennoch Sauerstoff im Blut. Durch stetiges Herunterdrücken des Brustbeins (100 - 120 mal pro Minute) zirkuliert das Blut wieder im Körper und versorgt das Gehirn und andere Zellen mit dem lebenswichtigen Sauerstoff. Mit der sofortigen Herzdruckmassage wird so wertvolle Zeit gewonnen, bis medizinische Hilfskräfte eintreffen und professionelle Maßnahmen ergreifen.
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Drücken Sie so lange, bis medizinische Hilfskräfte eintreffen und übernehmen. Denn hören Sie auf zu drücken, stoppt auch die Blutzirkulation, und die Zellen werden nicht mehr mit Sauerstoff versorgt: Die permanente Versorgung mit Sauerstoff verhindert das Absterben von Zellen!
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Ja. Die sofortige Herzdruckmassage verdoppelt bis verdreifacht die Überlebenschance.
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Jeder kann es tun. Sie können nichts falsch machen.
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Eine bewusstlose Person hat kein Schmerzempfinden. Einige Patientinnen und Patienten berichten über Schmerzen in der Brust, nachdem sie das Bewusstsein wiedererlangt haben. In ganz seltenen Fällen kann eine Rippe brechen. Allerdings ist das ein ziemlich geringer Preis für das Leben, das ihnen gerettet wurde.
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Wenn Sie in Mund-zu-Mund-Beatmung ausgebildet sind, wenden Sie dieses Verfahren zusätzlich zur Herzdruckmassage im Verhältnis 30 Herzdruckmassagen zu 2 Beatmungen an. Wenn nicht, konzentrieren Sie sich auf die Herzdruckmassage. Damit ist schon viel gewonnen!
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Einer fremden Person den Brustkorb freizumachen, kann unter Umständen unangenehme Gefühle hervorrufen. Bedenken Sie: Es geht um Leben oder Tod. Entscheidend ist letztlich, dass Sie genau an der richtigen Stelle die Herzdruckmassage durchführen. Eine freie Sicht hilft dabei. Außerdem wird so verhindert, dass Ihre Hände bei der Herzdruckmassage durch den Stoff der Oberbekleidung verrutschen.
Weitere Informationen im Web
- Nationales Aktionsbündnis Wiederbelebung des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
- Initiative „Ein Leben retten“ vom Berufsverband Deutscher Anästhesisten e. V., der deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. und der Stiftung Deutsche Anästhesiologie
- Deutsches Reanimationsregister der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V.
- Initiative "Mobile Retter" für Smartphone-basierte Ersthelfer-Systeme in Deutschland