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Pressemitteilung


Saturday, 30.12.2017

Großer Knall mit schweren Folgen

Explosionsverletzungen und Verbrennungen durch Silvesterböller können schwerwiegende Folgen haben.


Silvesterfeuerwerk kann sowohl Verbrennungen als auch schwerwiegende Verletzungen an unserem wichtigsten Greiforgan, der Hand, bewirken. „An jedem Jahreswechsel behandeln wir bis zu fünf Patienten mit schweren Handverletzungen und Verbrennungen durch Silvesterböller“, sagt Dr. Christian Soimaru, Chefarzt der Klinik für Handchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Mülheim (EKM). Seine Warnung ist eindeutig: „Nutzen Sie keine illegalen oder selbstgebastelten Böller – die Folgen können schwerwiegend sein und auch zum Verlust der ganzen Hand führen.“ 

Der Handchirurg rät bei einer Böllerexplosion, sofort den Notarzt zu rufen. Die Wunde sollte außerdem steril verbunden und bei Verbrennungen auch gekühlt werden. „Im EKM steht rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche ein Arzt mit handchirurgischem Hintergrund bereit, so dass die Patienten schon in der Zentralambulanz von einem Facharzt mitbehandelt werden“, erklärt Dr. Soimaru. 

Das ist wichtig, denn die Hand ist ein komplexes Gebilde. Verletzungen, die durch Explosionen entstehen, können die Ärzte zwar behandeln und zu großen Teilen auch rekonstruieren, aber Einschränkungen bleiben fast immer zurück. „Bei Explosionsverletzungen zerreißen Gefäße, Nerven und Sehnen, und diese Verletzungen können wir nicht einfach wieder zusammennähen, wie es bei einem glatten Schnitt möglich wäre“, erklärt Dr. Soimaru. Die Rekonstruktion von Knochen, Gewebe, Sehnen oder Nerven sei sehr komplex und benötige teilweise mehrere Eingriffe über einen längeren Zeitraum.

Die Folgen einer Böllerexplosion reichen von folgenloser Abheilung Vernarbungen bis zum Verlust der ganzen Hand. „Wenn beispielsweise der Daumen fehlt oder nicht mehr funktioniert, können die Betroffenen nicht mehr greifen, das ist eine schwerwiegende funktionelle Einschränkung“. Auch wenn die Funktion wiederkehrt, können zurückbleibende Narbenbilder die Betroffenen sehr belasten, denn die Hand ist nicht nur Greif-, sondern auch ein Kommunikationsorgan. „Es heißt ja auch: mit den Händen reden“, sagt Dr. Soimaru.

Zum Jahresende hin gibt es außer Silvesterböllern noch andere Gefahrenquellen: Kerzenschein, Kaminfeuer, Silvester-Fondue – wenn die Haut verbrennt, sollte man damit sehr bedacht umgehen. Vorsicht ist geboten, wenn die Blasenbildung eine größere Hautpartie betrifft und trotzdem weniger schmerzhaft ist. Dies kann bei Verbrennungen mit heißen Flüssigkeiten wie Fetten vorkommen. Hier kommt es zu einem Nachbrenneffekt der tiefere Gewebeschäden verursachen kann und damit unser Schmerzempfinden reduziert. Darum gilt: Speziell bei Verbrennungen mit Blasenbildung, die vermeintlich kaum schmerzhaft sind, sollte der Betroffene unbedingt die nächste Ambulanz aufsuchen. Aber auch einzelne Blasen sollten beobachtet werden. Bildet sich die Flüssigkeit nicht zurück oder bricht die Blase auf, ist es ebenfalls ratsam, einen Arzt aufzusuchen.


Termine


10.06.2018: 12:00 Uhr
Familientag der Mülheimer Frauenklinik

Freuen Sie sich auf ein buntes Programm für die ganze Familie. Der Eintritt ist frei.



20.06.2018: 18:00 Uhr

Infoveranstaltung für Patienten, Angehörige und Interessierte. Der Eintritt ist frei.


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