Grüner Star

An dieser Stelle stellen wir Themen aus dem Krankenhaus- und Patientenalltag vor. Mit fiktiven Patientengeschichten und für den Laien verständlich geschrieben erklären unsere Chefärzte, was genau ein Reizmagen ist oder warum es wichtig ist, Rollatoren richtig einzustellen. Die Texte dieser Serie wurden auch in der Mülheimer Woche veröffentlicht.

Ihre Mutter litt an Grünem Star und auch ihre ältere Schwester ist davon betroffen.

Daher geht Tanja R.  regelmäßig alle zwei bis drei Jahre zum Augenarzt. Bei einer solchen Vorsorgeuntersuchung erkennt der Augenarzt eine Auffälligkeit.

Der Grüne Star ist eine Augenerkrankung, die den Sehnerv zerstört. Wird sie nicht behandelt, kann sie zur Erblindung führen. Eine Vorstellung, die Tanja R. große Angst macht. „Die Erkrankung, auch Glaukom genannt, ist ein schleichender Prozess“, sagt Dr. Barbara Schmidt, komm. Chefärztin der Augenklinik Mülheim am Evangelischen Krankenhaus Mülheim (EKM). „In der Regel haben die Betroffenen keine Schmerzen und merken es nicht, wenn die Krankheit beginnt.“ Wenn die Schädigung des Sehnervs festgestellt wird, ist meist schon ein Teil des Gesichtsfeldes eingeschränkt. Tanja R. hat daher die richtige Entscheidung getroffen, regelmäßig zur Kontrolle zu gehen.

   

Der Augenarzt misst ihren Augeninnendruck. „Das Auge ist ein geschlossener Raum mit einem gewissen Druck. Wird dieser Druck zu groß, sterben dadurch Nervenzellen ab und der Sehnerv wird geschädigt“, erklärt Dr. Schmidt. Ein zu großer Druck entstehe, wenn zu viel Kammerwasser im Auge sei. Das kann daran liegen, dass das Auge zu viel Kammerwasser produziert oder dass das Wasser nicht wie sonst durch die Kanäle abfließen kann. Die Folge: Das Gesichtsfeld wird eingeengt. Tanja R. kennt das von ihrer Schwester. Ihr Gesichtsfeld war bogenförmig von außen eingeengt, die Ränder waren schwarz. Tanja R. erinnert sich noch gut, dass ihre Schwester Orientierungsprobleme in der Umgebung oder im Straßenverkehr hatte.

   

Oberärztin Dr.

Komm. Chefärztin
Dr. med.

Barbara Schmidt
Tel.: 0208 309-2901
Fax: 0208 309-2969
mehr »
Email »

Als ihr Augenarzt einen erhöhten Augeninnendruck feststellt, veranlasst er ein Tagesdruckprofil bei Tanja R. „Dabei schauen wir einen Tag und eine Nacht lang regelmäßig, wie der Druck ist“, sagt Dr. Schmidt. Tanja R. muss dafür für eine Nacht in der Augenklinik verbringen. Außerdem wird ihr Gesichtsfeld untersucht. Das Ergebnis der Untersuchungen: Die Ärzte verschreiben ihr Augentropfen, die den Druck senken sollen. Sie muss sie einmal täglich vor dem Schlafengehen nehmen. Ihr Augeninnendruck sinkt dadurch wieder in einen Normalbereich. Tanja R. ist erleichtert. „Die Tropfen muss sie allerdings ihr Leben lang nehmen und auch regelmäßig prüfen lassen, ob sie noch die gewünschte Wirkung haben“, sagt Dr. Schmidt. „Denn heilen können wir den Grünen  Star nicht.“

In der Regel helfen die Tropfen den Betroffenen. Sie sorgen dafür, dass entweder weniger Kammerwasser produziert wird oder dass es besser abfließen kann. Ist das nicht der Fall, können die Ärzte auch operieren. „Aber das muss im Einzelfall genau geprüft“, sagt Dr. Schmidt.

Unsere Kliniken sind auf Operationen an Kindern eingestellt. 

Augenklinik Mülheim

Die Augenklinik am Evangelischen Krankenhaus Mülheim gehört zu den größten Augenkliniken in NRW und bietet in Diagnostik und Therapie das vollständige Spektrum modernster Augenheilkunde an. Sowohl im konservativen als auch im operativen Bereich profitieren Patienten von unseren jahrelangen Erfahrungen und speziellen Kenntnissen. mehr »

Eine Kooperation mit

Weitere Geschichten aus dem Krankenhausalltag finden Sie hier.
Weitere Geschichten aus dem Krankenhausalltag finden Sie hier.

Grau oder Grün?

Grauer Star (Katarakt) bezeichnet die mit zunehmendem Alter meist langsam fortschreitenden Trübung der Augenlinse. Der Grüne Star (Glaukom) hingegen ist Sammelbezeichnung für eine Reihe von Augenerkrankungen mit Schädigung des Sehnerven und des Gesichtsfeldes.

Youtube

Info-Film der Woche des Sehens zum Katarakt.
Impressum
Datenschutzerklärung