Feuchte Makuladegeneration

Die feuchte Makuladegeneration ist seltener als die trockene Makuladegeneration. Bei der feuchten Makuladegeneration kommt es durch ein Einwachsen schwächerer Blutgefäße aus der Aderhaut in die Makula  zu Blutungen und Wassereinlagerungen.

Sarah P. liest gerne Zeitung 

Sara P. will wie jeden Morgen in Ruhe ihre Zeitung lesen. Doch es geht einfach nicht. Die Zeilen verlaufen auf einmal in Wellen, sind keine geraden Linien mehr. Alles ist irgendwie verzerrt, das war gestern noch nicht so. Diese plötzliche Veränderung erschreckt die 74-Jährige.

   

Im Gespräch mit ihrem Augenarzt erzählt Sara P., dass sie bereits seit Monaten das Gefühl hat, sie sehe schlechter. Manchmal habe sie einen Fleck mitten im Sichtfeld, sieht manches unscharf und grau. Sie hat diese Veränderungen aber immer auf ihr Alter geschoben und nicht ernst genommen. 

   

Chefarzt

Chefarzt Prof. Dr. med.
Efdal Yörük

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Starke Veränderungen? Ab zum Augenarzt!

Der Arzt stellt bei Sara P. eine feuchte Makuladegeneration fest. „Diese Erkrankung ist die häufigste Ursache von starken und plötzlichen Sehverschlechterungen im Alter“, sagt Prof. Dr. Efdal Yörük, Chefarzt der Augenklinik Mülheim am Evangelischen Krankenhaus Mülheim (EKM).

Die Makula ist die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges. Bei der Erkrankung kommt es zu Zellablagerungen in dieser Netzhaut. Die Ablagerungen schränken die Durchblutung ein und so gelangt weniger Sauerstoff an die Netzhaut. Um diesen Mangel auszugleichen, bilden sich neue Gefäße, die zum Teil undicht sind. Die Folge: Flüssigkeit tritt aus und schränkt die Sehfähigkeit ein.

Schnelle Reaktion ist wichtig

Die Behandlung erfolgt über Spritzen. Dabei wird ein Medikament in das betäubte Auge gespritzt. „Diese Spritzen setzen wir im OP unter sterilen Bedingungen. Die Patientin spürt dabei keine Schmerzen, sondern nur ein dumpfes Gefühl“, sagt Prof. Yörük. Das Medikament drängt die Feuchtigkeit in der Netzhaut zurück und hemmt die Neubildung von Gefäßen. Drei Mal im Abstand von jeweils vier Wochen muss Sara P. zur Behandlung.

Danach sieht sie wieder besser. Der Arzt rät ihr, sich sofort zu melden, wenn sich das wieder ändert. Denn: „Bleibt die Flüssigkeit im Auge, kann es zu Vernarbungen führen“, sagt Prof. Yörük. Im schlimmsten Fall verlieren die Betroffenen den größten Teil ihrer Sehschärfe, so dass sie nur noch Umrisse und Schemen sehen können. 

„Solange die Betroffenen gut mit der Einschränkung der Sehkraft zurechtkommen, muss nicht operiert werden“, sagt Prof. Yörük. Es gebe keine Grenzwerte, wann eine OP stattfinden muss. „Das hängt ganz individuell von den Patienten ab. Wenn es sie stört, dann sprechen wir über einen Eingriff.“

Der Verlauf kann gebremst werden

Die feuchte Makuladegeneration entwickelt sich oft aus einer trockenen Makuladegeneration. So auch bei Sara P. Nach der Behandlung sieht sie nun wieder so, wie sie es vor der plötzlichen Verschlechterung tat. Sie hat kleinere Einschränkungen, aber damit kann sie leben: Manchmal sieht sie einen verschwommenen Fleck mitten im Sichtfeld, insgesamt sieht Sara P. alles ein wenig grau. „Die trockene Makuladegeneration können wir nicht heilen“, sagt Prof. Yörük. Mit bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln kann aber verhindert werden, dass sich die Erkrankung verschlimmert. Sara P. vermeidet nun die Risikofaktoren wie direkte Sonneneinstrahlung oder Nikotin. Und sie weiß: Verschlechtert sich ihre Sicht, geht sie sofort zum Augenarzt.

Unsere Kliniken sind auf Operationen an Kindern eingestellt. 

Augenklinik Mülheim

Die Augenklinik am Evangelischen Krankenhaus Mülheim gehört zu den größten Augenkliniken in NRW und bietet in Diagnostik und Therapie das vollständige Spektrum modernster Augenheilkunde an. Sowohl im konservativen als auch im operativen Bereich profitieren Patienten von unseren jahrelangen Erfahrungen und speziellen Kenntnissen. mehr »

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Weitere Geschichten aus dem Krankenhausalltag finden Sie hier.
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Grau oder Grün?

Grauer Star (Katarakt) bezeichnet die mit zunehmendem Alter meist langsam fortschreitenden Trübung der Augenlinse. Der Grüne Star (Glaukom) hingegen ist Sammelbezeichnung für eine Reihe von Augenerkrankungen mit Schädigung des Sehnerven und des Gesichtsfeldes.

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Info-Film der Woche des Sehens zum Katarakt.
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