3D-Laparoskopie bei Lebermetastasen

Unter einer Laparoskopie versteht man die endoskopische Betrachtung der Bauchhöhle und der in ihr enthaltenen Organe.

Alfred Z. hat den Darmkrebs überlebt

Alfred Z. ist zur Nachsorge bei seinem Arzt. Er hatte Dickdarmkrebs, wurde operiert und hat alles gut überstanden. Doch sein Arzt entdeckt bei der Kontrolle eine Geschwulst in der Leber. Alfred Z. ist erschüttert. „Geht jetzt alles wieder los?“, denkt er. Noch eine große OP – das hatte er nicht erwartet.

Sein Arzt kann ihn beruhigen

Lebermetastasen können gleichzeitig mit Darmkrebs auftreten – oder erst Monate später, wie bei Alfred Z. Sie entstehen, wenn sich Tumorzellen von bösartigen Tumoren in anderen Organen ablösen und in der Leber ansiedeln. Doch sein Arzt beruhigt ihn. Da sie die Tochtergeschwulst in der Leber bei der Nachsorge frühzeitig entdeckt haben, hat Alfred Z. gute Chancen auf Heilung.

„Die Nachsorge ist hier sehr wichtig, denn Lebermetastasen verursachen anfangs oft keine Beschwerden, sondern werden eher zufällig entdeckt, typischerweise bei der regelmäßigen Tumornachsorge“, sagt Prof. Dr. Heinz-Jochen Gassel, Chefarzt der Chirurgischen Klinik am Evangelischen Krankenhaus Mülheim (EKM).

   

Die Geschwulst muss entfernt werden. „Wir arbeiten dabei mit 3D-Laparoskopie“, erklärt der Chirurg. 

   

Chefarzt und Ärztlicher Direktor

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Bei diesem minimal-invasiven Eingriff werden über wenige Hautschnitte eine Miniaturkamera und die endoskopischen Instrumente in den Bauch eingeführt. „Neu ist, dass wir ein dreidimensionales Bild erhalten“, erklärt Prof. Dr. Gassel. „Bislang haben wir mit zweidimensionalen Bildern gearbeitet, aber an einem dreidimensionalen Körper operiert.“

Durch die 3D-Laparoskopie können die Operateure die feinen anatomischen Strukturen in ihrer räumlichen Lage noch eindeutiger erkennen und auch hochkomplexe Eingriffe minimal-invasiv durchführen. Denn das dreidimensionale hochauflösende Bild ermöglicht den Ärzten millimetergenaue Eingriffe in einem sensiblen Umfeld. Alfred Z. hätte sonst konventionell operiert werden müssen – mit einem größeren Schnitt im Bauch.

Bei dem Eingriff tragen die Operateure Polarisationsbrillen. „Die funktionieren genauso wie die 3D-Brillen im Kino, sind allerdings von einer ganz anderen Qualität“, sagt Prof. Dr. Gassel.

Da nur minimale Schnitte nötig sind, ist auch die Belastung für den Patienten geringer. „Es kommt zu weniger Beschwerden und Komplikationen. Wir können das Risiko für den Patienten also noch einmal deutlich verringern.“ Alfred Z. ist froh, dass er nicht erneut offen operiert werden muss. Seine Geschwulst in der Leber haben die Ärzte erfolgreich entfernt. Die Leber gehört zu den Organen, die sich gut regenerieren. Sie bildet das entfernte Gewebe schnell wieder nach.

Alfred Z. bleibt nach dem Eingriff eine knappe Woche im Krankenhaus, dann kann er wieder nach Hause. 

Folgende Kliniken sind an der Therapie beteiligt. 

Chirurgische Klinik

Die Chirurgische Klinik ist mit 102 Betten eine der größten chirurgischen Abteilungen Nordrhein-Westfalens. Sie umfasst den allgemein- sowie viszeralchirurgischen Leistungsbereich mit proktologischem Schwerpunkt sowie die onkologische Chirurgie. In Fachdisziplinen übergreifender Zusammenarbeit hält die Chirurgische Klinik dazu ein zertifiziertes Zentrum für Darmkrebs sowie für Bauchspeicheldrüsenkrebs vor

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