Klinik für Unfall-, Wirbelsäulenchirurgie und Orthopädie

Die Klinik bietet ein breites Leistungsspektrum bei Erkrankungen und Verletzungen am Skelettsystem und dem Bewegungsapparat. Klassische orthopädische Krankheitsbilder und die Unfallversorgung bilden dabei Schwerpunkte.

Zur Person

Chefarzt

Dr. Ulf Kerkhoff

Tel.: 0208 309-2461

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Ein Knie nach Maß

Erstmalig wird in Mülheim das TruMatch-Verfahren zur individuellen Gelenkimplantatseinpassung angewendet. Anders als bei herkömmlichen Knieprothesen wird hier kein passendes Gelenk anhand von geeichten Röntgenbildern implantiert. Stattdessen wird in einem aufwändigen Verfahren ein 3D-Modell des erkrankten Knies entwickelt um damit die idealen Implantate, sowie individuell angefertigte Implatationshilfen außerhalb des menschlichen Körpers aufeinander abzustimmen.

Herr Thomas H. ist mit 1, 99 Körpergröße und 102kg Gewicht eine stattliche Erscheinung. Eigentlich ist Herr H. eher sportlich, doch seit einigen Monaten verderben Gelenkschmerzen im rechten Knie den Spaß an der Bewegung. So ist auch die Diagnose von Unfallchirurg Karoli Szalai, Oberarzt an der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie eindeutig. Der Knorpel ist verschlissen und er empfiehlt eine Knieprothese. Leichter gesagt als getan, denn nicht nur Herr H. selbst ist groß, auch sein Knie ist in Relation dazu noch einmal besonders mächtig. „Das beobachten wir häufiger. Wenn Menschen von Natur aus groß und entsprechend schwer sind, sind besonders die Kniegelenke auf Höchstleistung angelegt und entsprechend dimensioniert. Schließlich führt schon einfaches Treppensteigen innerhalb der Knorpelschichten zu einer Belastung von über einer Tonne pro cm²“. Damit die Knieprobleme von Herrn H. dauerhaft gelöst werden, muss also auch ein Implantat von besonderer Größe angepasst werden. Hierfür wird nun erstmalig in Mülheim ein neues Verfahren angewendet, bei dem Implantat-Hersteller und Klinik noch enger zusammenarbeiten als bisher.

„Obwohl sich die reine OP-Zeit für den Patienten verkürzt, so sind doch die erforderlichen Voruntersuchungen deutlich umfangreicher“ so Szalai. Das Knie wurde mit einem speziell kalibrierten CT-Gerät vermessen. Dazu musste die Maschine in mehreren Durchgängen mit einer Referenzprothese geeicht werden um geeignetes dreidimensionales Bildmaterial zu entwickeln. Dieses wurde dem Hersteller in die USA elektronisch übermittelt. Anhand des Modells wählt der Operateur ein geeignetes Implantat aus und der Hersteller stellt einen sogenannten Schnittblock her. Der Schnittblock ist eine Art Führungsschiene mit der der Operateur die entlang der Ideallinie verschlissene Gelenkteile entfernen kann, um eine geeignete Auflagefläche für das Implantat zu bekommen.

„Das Verfahren ist besonders schonend, da nur wenig köpereigener Knochen entfernt werden muss und die Narkose-Zeit auf ein Minimum reduziert wird.“ Die Experten aus dem Evangelischen Krankenhaus können sich aber gut vorstellen, dass diese Methode in etwa 5-10 zum Goldstandard wird.

Termine


23.11.19: 11:00 Uhr

Infoveranstaltung für Patienten, Angehörige und Interessierte. Der Eintritt ist frei.


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