Klinik für Unfall-, Wirbelsäulenchirurgie und Orthopädie

Die Klinik bietet ein breites Leistungsspektrum bei Erkrankungen und Verletzungen am Skelettsystem und dem Bewegungsapparat. Klassische orthopädische Krankheitsbilder und die Unfallversorgung bilden dabei Schwerpunkte.

Leitung

Chefarzt
Dr. med. Ulf Kerkhoff
Tel.: 0208 309-2461
Fax: 0208 309-2465
mehr »
Email »

Kyphoplastie zur Stabilisierung von Wirbelkörperbrüchen

Die Ballonkyphoplastie ist ein bewährtes Verfahren, das weltweit 1996 erstmal durchgeführt wurde und seit 2005 im Evangelischen Krankenhaus in Mülheim regelmäßig eingesetzt wird. Derzeit werden in unserem Haus etwa 90 Patienten bzw. 130 Wirbelkörper pro Jahr mit diesem Verfahren versorgt. Ziel ist die Aufrichtung und Stabilisierung von Frakturen (Brüchen) an der Wirbelsäule. Dies beinhaltet sowohl die Lenden- als auch die Brustwirbelsäule, ist aber mittlerweile auch an der Halswirbelsäule einsetzbar. Das Verfahren ist entwickelt worden um schmerzhafte Frakturen insbesondere bei älteren osteoporotischen Patienten behandeln zu können. Heute wird das Verfahren auch bei Tumorfrakturen oder auch bei akuten Unfallverletzungen (Trauma) angewandt.

Wann kann das Verfahren angewendet werden?

Dieses Verfahren ist geeignet um Wirbelkörperfrakturen wieder aufzurichten, die in der Regel ohne unfallbedingte  Verletzungen entstehen. D. h. durch krankhafte Veränderungen der Knochensubstanz wie z. B. Osteoporose oder auch Tumorerkrankungen kann ein Wirbelkörper aufgrund seines Stabilitätsverlustes seine Höhe verlieren und einbrechen. Diese Einbrüche können sehr effektiv durch die Ballonkyphoplastie behandelt werden. In der Regel kommt es bei diesen Frakturen ohne Unfall zu plötzlichen Schmerzausstrahlungen im Bereich der Wirbelsäule. Diese Schmerzausstrahlungen bleiben dann mehrere Wochen bis Monate unverändert. In der Regel entstehen bei diesen Frakturen keine Verletzungen des Rückenmarks, sodass es zu keinen Querschnittslähmungen oder Taubheitsgefühlen kommt.

Welche Untersuchungen müssen vorliegen?

In der Regel muss vor einer Ballonkyphoplastie ein Röntgenbild oder aber ein MRT (Kernspinntomographie) vorliegen. Denn nur im MRT kann sicher festgestellt werden, ob es sich um einen bereits alte Fraktur handelt, die nicht mehr aufgerichtet werden kann oder um eine frische Fraktur, die sehr gut aufgerichtete werden kann.

Verfahren:

Bei der Ballonkyphoplastie handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren, d. h. um diese Operation durchführen zu können braucht es keinen langen Hautschnitt. Der Wirbelkörper wird vom Rücken aus mit 2 Nadeln punktiert (eingestochen) und über diese Nadeln kann dann ein Ballon in den Wirbelkörper eingeführt und mit dem Ballon, ähnlich einem hydraulischen Stempel, der Wirbelkörper wieder aufgerichtet werden. In die dann entstandene Höhle kann der Knochenzement dann eingefüllt werden und damit die Fraktur stabilisiert werden. Das ganze Verfahren wurde speziell für den älteren Patienten entwickelt und bedarf einer Operationszeit von nur etwa 30 Minuten. Die ganze Prozedur wird unter kontinuierlicher Röntgenkontrolle ähnlich einem Röntgenfilm durchgeführt. In der Regel bedarf es des stationären Aufenthaltes von nur 3 bis 5 Tagen und der Patient ist nach der Operation sofort mobil und bedarf keiner längeren Bettruhe. Die Schmerzen sind direkt nach der Operation meist deutlich besser bzw. sogar manchmal ganz verschwunden.

 

Termine


27.03.19: 18:00 Uhr

Infoveranstaltung für Patienten, Angehörige und Interessierte. Der Eintritt ist frei.



04.09.19: 18:00 Uhr

Infoveranstaltung für Patienten, Angehörige und Interessierte. Der Eintritt ist frei.



23.11.19: 18:00 Uhr

Infoveranstaltung für Patienten, Angehörige und Interessierte. Der Eintritt ist frei.


PDF-Download

Impressum
Datenschutzerklärung