Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie (Entwurf)

Die Strahlentherapie ist neben Operation und Chemotherapie ein wichtiger Bestandteil moderner Therapiekonzepte. Die stationäre Versorgung für onkologische Patienten, die bestrahlt werden müssen, ist durch die Bereitstellung von 11 Betten möglich.

Chefarzt

Chefarzt

Chefarzt Dr. med. 
Thomas Olschewski
Tel.: 0208 309-2751
Fax: 0208 309-2780
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Weiterbildungskonzept

Weiterbildungsziel: Facharzt/Fachärztin für Strahlentherapie

Die Facharztausbildung im Gebiet Strahlentherapie erfolgt nach den Richtlinien der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein (neue WBO) und berücksichtigt die aktuellen Empfehlungen und Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie, der Deutschen Krebsgesellschaft sowie der Medizinischen Fachgesellschaften.

Das Ziel der Weiterbildung ist die Erlangung der Facharztkompetenz innerhalb der Weiterbildungszeit von 60 Monaten.

Weiterbildungskonzept:

Die Weiterbildung zum Facharzt/Fachärztin für Strahlentherapie bietet für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte eine breit gefächerte , gut strukturierte und interessante Ausbildung mit dem Ziel für fachlich kompetentes, selbstständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten und Handeln zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten.

Das Institut für Radioonkologie und Strahlentherapie bietet:

  • Eine Weiterbildung analog der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Nordrhein
  • Regelmäßige abteilungsinterne Besprechungen
  • Einsatz in der strahlentherapeutischen Ambulanz und der stationären Versorgung der onkologischen Patienten auf zwei Stationen(11Betten) im Rotationssystem
  • Individuelle Betreuung durch Weiterbildungsbefugte
  • Kontrolle der erworbenen Weiterbildungskenntnisse und Fertigkeiten
  • Wöchentliche Tumorkonferenz des Brustdrüsenzentrums Mülheim/Oberhausen.
  • Wöchentliche Tumorkonferenz des gynäkologischen Tumorzentrums Oberhausen
  • Wöchentliche Tumorkonferenz des Darmtumorzentrums Mülheim
  • Wöchentliche interdisziplinäre Tumorkonferenz (zertifiziert mit 2 Fortbildungspunkten)
  • Jährliche Unterweisung in der kardio-pulmonalen Reanimation
  • Jährliche Unterweisung im Brandschutz und Datenschutz

Wir erwarten:

  • Eine kollegiale Zusammenarbeit und Teamfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstes Handeln für unsere Patienten
  • Flexibilität, Interesse, Engagement bei der Arbeit und für die Ziele der Abteilung
  • Engagement für die eigene Ausbildung und Fortbildung
  • Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit und Dialog

Weiterbildungskonzept-Inhalte

Weiterbildung zur Fachärztin/Facharzt für Strahlentherapie

1. Weiterbildungsjahr:

  • Einweisung in die stationären Arbeitsabläufe mit Aufklärung und Beratung von Patienten und Angehörigen.
  • Einweisung zur Interpretation von klinischen und diagnostischen Befunden und deren Therapierelevanz.
  • Einweisung in die Anwendung von Zytostatika und deren spezifischen Effekte auf die Tumorzelle und Gewebe .Berechnung der Individualdosis zur Durchführung von Chemotherapien im Rahmen multimodaler Behandlungskonzepte.
  • Erwerb erster Kenntnisse zur Interpretation von Röntgenaufnahmen, Computertomografie, MRT, Sonografie im Rahmen der Therapieplanung
  • Grundlagen im Strahlenschutz bei Patient und Personal einschließlich Personalüberwachung sowie Grundlagen des Strahlenschutzes beim Umgang mit offenen und umschlossenen radioaktiven Strahlern. Die erfolgreiche Teilnahme Strahlenschutzkursen ist erforderlich.
  • Erwerb erster Kenntnisse in Strahlenbiologie von Tumoren und gesunden Geweben bei diagnostischer und therapeutischer Anwendung ionisierender Strahlung.

2. Weiterbildungsjahr:

  • Vertiefung der Kenntnisse des ersten Weiterbildungsjahres.
  • Anwendung bildgebender Verfahren zur Therapieplanung z.B. Durchführung von Simulationen und Anpassung der Bestrahlungsfelder vor der eigentlichen Bestrahlung zur exakten Feldeinstellung.
  • Erwerb von ersten Kenntnissen zur Konturierung von Zielvolumina unter Zuhilfenahme der abteilungseigenen SOPs ,der nationalen und internationalen Empfehlungen zur Konturierung von tumorspezifischen Zielvolumina ( CTV und PTV ) und Risikoorganen.
  • Erwerb von ersten Kenntnissen zur Anfertigung von CT – und MRT-Serien zur 3D-Bestrahlungsplanung .
  • Erwerb von Kenntnissen zur ärztlichen Gesprächsführung und Beratung von Patienten und Angehörigen in der strahlentherapeutischen Ambulanz.
  • Erwerb von Kenntnissen zur Führung der strahlentherapeutischen Krankenakte mit Dokumentation von Befunden, Planungsabläufen und Dokumentation der Qualität.

3.Weiterbildungsjahr:

  • Erwerb der Fähigkeit zur Erstellung von komplexen Behandlungsplänen unter Berücksichtigung von Kombinationstherapien und Koordination der therapeutischen Abläufe z. B bei neoadjuvanten, multimodalen Therapiekonzepten.
  • Vertiefung der Kenntnisse zur Anwendung der bildgebenden Verfahren im Rahmen der Bestrahlungsplanung z.B. Interpretation konventioneller Röntgenaufnahmen sowie computertomografischer-kernspintomografischer CT-, MRT- und sonografischer Befunde.
  • Erwerb von Kenntnissen bei supportivmedizinischen Behandlungskonzepten wie enterale, parenterale Ernährung, Infusions-,Transfusions- und Blutersatztherapien.
  • Erwerb von Kenntnissen bei der Betreuung von palliativmedizinisch zu versorgenden Patienten.

4.Weiterbildungsjahr:

  • Erweiterung der ambulanten Tätigkeiten mit Betreuung der Patienten im Rahmen der Tumornachsorge und Rehabilitation.
  • Ambulante Betreuung von Patienten im Rahmen von palliativmedizinischen Konzepten mittels unterstützender analgetischer Medikation analog der WHO-Empfehlungen.
  • Selbstständiges Erstellen von Behandlungsplänen im Rahmen von supportivmedizinischen Maßnahmen z.B. enterale /parenterale Ernährung, Infusionstherapien sowie Transfusions- und Blutersatztherapien.
  • Vertiefung von Kenntnissen bei strahlentherapeutischen Notfällen .
  • Bestrahlungsplanungen komplexer Tumorentitäten mit Erstellung der Zielvolumina unter Einbeziehung von CT und MRT.
  • Erwerb von Kenntnissen in der Brachtherapie einschließlich des weiblichen Genitals.

5.Weiterbildungsjahr:

  • Selbstständiges Erstellen von komplexen Behandlungsplänen im Rahmen multimodaler radiotherapeutischer Konzepte.
  • Selbstständige Betreuung der Patienten im ambulanten sowie stationären Bereich in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen sowie dem sozialmedizinischen Zentrum, der physikalischen Abteilung , der psychoonkologisch tätigen Psychologin sowie den Glaubensvertretern der evangelischen / katholischen Kirchen.
  • Vertiefung der Kenntnisse und Fertigkeiten in der Brachytherapie einschließlich der Bestrahlungsplanung.
  • Selbstständiges Vorbereiten von Tumorkonferenzen und Vertretung der Abteilung im interdisziplinären Dialog.

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