Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Die moderne Radiologie ist in der heutigen Zeit in der Diagnosestellung und Behandlung von Erkrankungen nicht mehr wegzudenken. Dabei steht sie für einen stetigen Fortschritt und ein hohes Maß an Innovationen. Mit dem kompletten Spektrum neuester Untersuchungsmethoden führen wir Sie mit der richtigen Diagnose zur erfolgreichen Therapie.

Als fünfte Klinik überhaupt und als erste in NRW ist die Radiologie am Evangelischen Krankenhaus Mülheim von der Deutschen Gesellschaft für interventionelle Radiologie als Zentrum zertifiziert worden.

Digitale Mammographie

Bei der Mammographie handelt es sich um eine spezielle Röntgenuntersuchung zur Diagnostik von Brustkrebs. Das Weichteilgewebe der Brust (Drüsenkörper, Bindegewebe, Fettgewebe ) unterscheidet sich in seiner Dichte kaum, daher nutzt man für die Bildgebung weiche Röntgenstrahlen ( 25 - 35 kV ) um ein kontrastreiches Bild zu erhalten. Dazu werden spezielle Anoden aus Molybdän oder Rhodium verwendet, sowie passende Filter, um die Strahlung im benötigten Bereich zu erhalten.

Für die Untersuchung wird die Brust nun zwischen Röntgenröhre und Filmtisch gebracht und mit Hilfe eines Plexiglaszylinders vorsichtig, für wenige Sekunden auf eine Dicke von ungefähr 4-6 cm komprimiert. Dieses Vorgehen wird von den Patientinnen häufig als unangenehm beschrieben, ist aber unumgänglich. Durch die Kompression werden Ungenauigkeiten durch Bewegungen vermieden, das Gewebe der Brust wird gleichmäßig verteilt und somit das Bild noch deutlicher sowie die Strahlenbelastung für die Patientin noch geringer, als sie es ohnehin schon ist (Reduktion der Strahlenexposition auf die Hälfte, bei Kompression von 1 cm).
Für jede Brust werden 2 Aufnahmen erstellt, dabei verläuft der Strahlengang von oben nach unten bzw. von innen schräg unten nach außen oben. Unter Verwendung der Digitaltechnik für die Mammographie, wird die Strahlenexposition noch weiter verringert.

Die Mammographie wird eingesetzt bei:

  • bei V.a. eine Erkrankung bzw. bei Risikofaktoren hinsichtlich Brustkrebs
  • als Verlaufskontrolluntersuchung für Frauen nach erfolgreicher Operation einer Brustkrebserkrankung
  • als Vorsorgeuntersuchung bei gesunden Frauen ohne Anzeichen von Beschwerden oder Schmerzen zur Erkennung von Brustkrebs in frühem Stadium
  • Als ergänzende Methode zur Mammographie wird regelmäßig die Sonographie / Ultraschall eingesetzt, die die Mammographie allerdings nicht ersetzen kann.
  • Sind die Ergebnisse der Röntgen- und Ultraschalluntersuchung weiterhin unklar, kann eine Aufnahme der Brust mit der Technik der Magnetresonanz (MR) folgen;
    ebenfalls, wenn sechs bis zwölf Monate nach einer Brustoperation und/oder Bestrahlung, Narbengewebe von erneut wachsendem Krebsgewebe unterschieden werden muss.
  • Der optimale Zeitpunkt für die Untersuchung liegt am Anfang der zweiten Woche nach Beginn der Periode. Bedenken Sie dies bei der Terminvergabe!

Im Jahre 2000 wurde das BrustZentrum Mülheim / Oberhausen gegründet. Detaillierte radiologische Diagnostik, versierte operative Therapie, medikamentöse Behandlung und Strahlentherapie werden nach einem gemeinsam erarbeiteten Konzept eingesetzt, um optimale Heilungschancen bei Brustkrebs zu erreichen.

In einer wöchentlich stattfindenden Konsensuskonferenz (Tumorkonferenz) werden alle neu auftretenden Brustkrebserkrankungen interdisziplinär erörtert.
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Weitere Informationen zum Brustzentrum und das interdisziplinäre Angebot entnehmen Sie bitte der angegebenen Internetadresse:

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