Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Wir ermöglichen jährlich mehr als 10.000 stationäre und ambulante operative Eingriffe und Untersuchungen durch moderne Narkose und Regionalanästhesieverfahren. Die Intensivmedizin auf der Intensivstation und der Intermediate Care Station, die Schmerztherapie und die notärztliche Versorgung der Stadt vervollständigen unser Leistungsspektrum.

Patienteninfo

Das Evangelische Krankenhaus Mülheim an der Ruhr auf dem Weg zum "schmerzarmen Krankenhaus" –

ein multiprofessionelles und interdisziplinäres Projekt

Handlungsbedarf

Nach wie vor leiden zwischen 30 - 70 % aller Patienten nach Operationen unter mäßigen bis starken Schmerzen. Dieser Anteil ist in den letzten 40 Jahren nahezu konstant geblieben. Die Notwendigkeit einer Verbesserung der perioperativen Schmerztherapie ist unstrittig und beinhaltet inzwischen auch eine juristische Verpflichtung, d.h. Patienten haben einen Anspruch auf eine suffiziente Schmerztherapie. Die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie hat ein interdisziplinäres Projekt "Schmerzarmes Krankenhaus" initiiert.

Mitarbeiterschulungen

Aktuell sind alle perioperativen Bereiche beteiligt. Vor Projektbeginn wurden die Mitarbeiter dieser Abteilungen zu Fragen der Schmerzbehandlung und der Grundhaltung zum Schmerz evaluiert. Im Anschluss fanden für die pflegerischen und ärztlichen Kolleginnen und Kollegen auf den Stationen der operativen und perioperativen Bereiche Mitarbeiterschulungen statt. Dabei wurde Basiswissen zur Schmerzentstehung, Schmerzmessung, Schmerztherapie und im Geräteumgang vermittelt.

Mit Schmerzalgorithmen zum Erfolg

Im Rahmen des Projekts werden in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Klinikleitungen Schmerzalgorithmen erarbeitet und umgesetzt, die nach einmaliger ärztlicher Anordnung den Pflegenden die Möglichkeit geben, nach erfolgter Schmerzmessung eigenverantwortlich eine zeitnahe Analgesie durchzuführen. Auch die eigenständige Verabreichung von Adjuvantien (Antiemitka, Laxantien) ist durch die Algorithmen abgedeckt. Nach erfolgter Operation erhält der Patient im Aufwachraum eine angemessene Schmerztherapie nach Schema, durch den anästhesiologischen Arzt wird auf dem Narkoseprotokoll "Schmerztherapie nach Schema", sofern keine patientenspezifischen Kontraindikationen bestehen angeordnet. Damit wird eine suffiziente Schmerztherapie für den Zeitraum von Beginn der Operation, über den Aufwachraum und bis in die postoperative Phase auf Station gewährleistet. Klare Handlungsrichtlinien legen somit die Schmerztherapie vorwiegend in die Hände der Pflege und tragen somit zur weiteren Professionalisierung dieser Berufsgruppe bei.

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